Vietnam Tag 10

Vietnam Tag 10
Avocados

Der Tag begann bereits um 6:00 Uhr mit einem spektakulären Sonnenaufgang über dem Mekong-Delta, ein stimmungsvoller Auftakt zu einem erlebnisreichen Reisetag. Das Frühstück nahmen wir direkt am Swimmingpool ein: ein typisches asiatisches Frühstück mit Nudeln, vielen frischen Früchten und natürlich den herrlich süßen Bananen, die für mich nicht fehlen dürfen.

Anschließend wurden die Koffer ins Auto geladen, voller Vorfreude ging es los, allerdings nur bis um die nächste Ecke. Dort wartete schon die Besichtigung einer ehemaligen Gouverneursvilla auf uns. Besonders beeindruckend war der liebevoll angelegte Garten mit zahlreichen kunstvoll geschnittenen Bonsais.

Danach führte uns der Weg in eine Marktstraße. Direkt beim Aussteigen standen wir vor einem Geschäft mit vielen Särgen, hoffentlich kein schlechtes Omen. Der Markt selbst war angenehm ruhig, sodass wir alles in Ruhe bestaunen konnten. Zahlreiche Reissorten wurden angeboten. Auch eine besondere Spezialität: weißer, mit Hefe fermentierter Klebreis. Sein Geschmack war leicht säuerlich und gärig. Er wird zur Herstellung alkoholischer Getränke und von Kuchen verwendet und soll zudem sehr gesund sein.

Viele verschiedene Reissorten
Com Ruou: fermentierter Klebereis

Natürlich probierten wir uns weiter durch die vielen Köstlichkeiten des Marktes. Besonders das Bananenbrot war köstlich. Alles, was im Mekong-Delta wächst, schien hier vertreten zu sein, vieles davon hatten wir noch nie gesehen, etwa Tamarinde. Da wir ohnehin Pfeffer kaufen wollten, nutzten wir die Gelegenheit sofort: je ein Beutel schwarzer und weißer Pfeffer für nur einen Euro.

Brotbäckerin
Bananenbrot
Pfeffer

Weiter ging es vorbei an den Ständen mit lebenden Tieren. Viele verschiedene Küken warteten auf Käufer. Da in Vietnam fast alles gegessen wird, gab es auch Frösche, Schlangen, Fische und Schildkröten in allen Variationen zu sehen. Eklig finde ich allerdings angebrütete Eier. In der großen Markthalle waren nur wenige Fußgänger unterwegs, stattdessen fuhren Mopeds und Motorräder direkt zwischen den Marktständen hindurch und kauften vom Moped herab ein.

Später besuchten wir erneut ein traditionelles Mandarin-Haus, in dem man heute sogar als Tourist übernachten kann. Teile des Films „Der Liebhaber“ wurden hier gedreht. Der Film erzählt die Geschichte einer verbotenen Liebesbeziehung zwischen einer jungen Französin und einem wohlhabenden Chinesen im kolonialen Indochina der 1920er-Jahre – geprägt von Leidenschaft, gesellschaftlichen Zwängen und kulturellen Gegensätzen. 

Während der Weiterfahrt überraschte uns ein kurzer, aber heftiger Regenguss von etwa zwölf Minuten, der die Luft angenehm abkühlte.

Im Hotel angekommen, überzeugte erneut die beeindruckende Größe des Hauses und seine fünf Sterne. Unser Bett ist so riesig, dass problemlos eine Großfamilie hineinpassen würde. Jetzt lassen wir den Abend entspannt in der Stadt ausklingen. Gegenüber ist ein kleiner Park mit einer riesengroßen Ho Chi Minh Statue. Er wird ausnahmslos von allen Vietnamesen hochverehrt.

Lobby
Ho Chi Minh Park

Can Tho:
Can Tho ist die größte Stadt im Mekong-Delta und gilt als wirtschaftliches und kulturelles Zentrum der Region. Bekannt ist sie vor allem für ihre schwimmenden Märkte, das weit verzweigte Netz aus Kanälen sowie ihre entspannte Atmosphäre. Die Stadt verbindet traditionelles Leben am Wasser mit modernem Stadtleben und ist ein idealer Ausgangspunkt, um das Mekong-Delta zu entdecken.