Vietnam Tag 5
Schon am fünften Tag unserer Reise klingelte der Wecker sehr früh. Noch etwas verschlafen machten wir uns auf den Weg und standen bereits um 7:30 Uhr am Hafen von Halong, bereit für unsere Dschunkenfahrt durch die berühmte Bucht.

Die Halong-Bucht gehört zu den beeindruckendsten Naturwundern Vietnams und ist nicht ohne Grund UNESCO-Weltnaturerbe. Tausende von Kalksteinfelsen ragen dort steil aus dem smaragdgrünen Wasser empor – viele davon sind über Millionen von Jahren durch Erosion entstanden. Der Name „Ha Long“ bedeutet übrigens „der herabsteigende Drache“, was auf eine alte Legende zurückgeht, nach der Drachen die Inseln erschaffen haben sollen.

Zu unserer großen Überraschung waren wir – wir drei und unser Reiseleiter – ganz allein auf dem Schiff. Diese unerwartete Ruhe machte die Fahrt zu etwas ganz Besonderem. Wir machten es uns bequem auf dem Oberdeck, ließen den Blick über die faszinierende Landschaft schweifen und genossen die beruhigende Atmosphäre. Nur das leise Plätschern des Wassers und die vorbeiziehenden Felsen begleiteten uns.

Nach etwa zwei Stunden legten wir an der Sung Sot Cave an. Schon der Weg dorthin hatte es in sich – wir hatten nicht geahnt, dass so viele, sehr viele Stufen zu bewältigen waren! Doch der Aufstieg lohnte sich: Die Höhle beeindruckte mit riesigen Hallen, bizarren Tropfsteinformationen und faszinierenden Lichtspielen. Ein echtes Highlight des Tages.




Anschließend wurden wir wieder vom Schiff abgeholt, und es ging zurück durch die Bucht. Während der etwa zweistündigen Rückfahrt wurden wir an Bord mit einem reichlichen Mittagessen verwöhnt – eine willkommene Stärkung nach dem anstrengenden Höhlenbesuch.

Am Hafen wartete bereits unser Bus auf uns. Es folgte eine rund dreistündige Fahrt nach Hanoi zum Flughafen. Von dort aus flogen wir weiter nach Huan, wo uns bei der Ankunft tropische Temperaturen empfingen.
Trotz der späten Stunde machten wir noch einen kurzen Rundgang, gönnten uns ein Getränk – und fielen anschließend müde, aber voller Eindrücke, ins Bett.