Vietnam Tag 8
Ein erlebnisreicher Tag in Hoi An
Unsere Fahrt in die Altstadt von Hoi An war wie eine Reise in eine andere Zeit. Die engen Gassen, die gelben Häuserfassaden und die vielen bunten Lampions verleihen der Stadt einen ganz besonderen Charme. Hoi An zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe und war früher ein bedeutender Handelshafen, in dem Händler aus China, Japan und Europa zusammenkamen. Noch heute spürt man diesen kulturellen Einfluss überall in der Stadt.

Zuerst besuchten wir einen lokalen Markt. Dort gab es einfach alles: unzählige Früchte, frische Lebensmittel, Gewürze und viele andere schöne Dinge. Natürlich durfte auch ein kleines Mitbringsel nicht fehlen, wir kauften Tigerbalsam. Besonders begeistert war ich von den Bananen: Solche köstlichen Exemplare habe ich noch nie gegessen.

Da früher viele Chinesen hier lebten, gibt es bis heute eine prachtvolle chinesische Pagode mit zahlreichen Götterfiguren. Die chinesische Gemeinschaft spendet dort großzügig und hofft, dass ihre Wünsche in Erfüllung gehen. Sehr berührend war der Anblick einer jungen Frau, die verzweifelt vor der Göttin der Fruchtbarkeit betete. Überall hingen spiralförmige Räucherstäbchen von der Decke, die etwa einen Monat lang brennen. Sie werden gegen Spenden erworben.

Ein besonderes Erlebnis war der Besuch einer Lampion-Manufaktur. Jeder von uns durfte seinen eigenen Lampion basteln. Ein Drittel war bereits vorbereitet, die übrigen Seiten mussten wir selbst bespannen und gestalten. Das Ergebnis konnte sich durchaus sehen lassen. Danach stärkten wir uns erst einmal mit einem herrlich kräftigen vietnamesischen Kaffee.


In einem alten Haus sahen wir Fotos vom regelmäßigen Hochwasser, das Hoi An alle paar Jahre heimsucht. Ganze Straßenzüge stehen dann unter Wasser. Anschließend besuchten wir die berühmte Japanische Brücke, die einst die chinesische mit der japanischen Seite der Stadt verband.


Natürlich durfte auch ein Stopp in einer Seidenmanufaktur mit Verkaufsräumen nicht fehlen. Dort wurde maßgeschneiderte Seidenkleidung angeboten. Hätten wir gewollt, hätte man uns sofort Maß genommen und die fertigen Stücke noch am Abend ins Hotel geliefert. In der Schneiderwerkstatt standen überall Juki Nähmaschinen dicht an dicht.

Später ging es weiter zu einer Kräuterfarm. Dort wurden wir überraschend mit einer Fußmassage empfangen, bevor wir unser eigenes Essen zubereiten durften. Das erste Omelett brutzelten wir selbst in der Pfanne, aber zum Glück gab es noch mehr zu essen.


Zum Abschluss machten wir noch einen kurzen Ausflug an den Strand. Dort genossen wir frische Kokosnuss und leckeren Mangosaft und den wunderbaren Blick auf das Südchinesisches Meer. Ein perfekter Ausklang für einen Tag voller Eindrücke in Hoi An.

